Es gibt ein neues Zukaufs-Konzept am M&A-Markt, der sogenannte „Nukleus“. Er bietet für den Abgebenden vielfältige Möglichkeiten, sich auch in Zukunft noch einzubringen oder auch den Exit zu wählen. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Betrachtet man die Möglichkeiten des Abgebenden im Verkaufsfall, dann sind die Optionen überschaubar: entweder man wählt den konsequenten Exit und widmet sein Leben nach dem Verkauf anderen Interessen. Oder man spielt im Netzwerk des Käufers eine Rolle als „Angestellter“, z.B. als Geschäftsführer der (ehemals) eigenen Firma. Vielleicht kann man noch eine Zusatzrolle im Netzwerk des Käufers spielen; das war´s dann aber auch.

Nun gibt es eine neue Variante bei den M&A-Optionen, den sog. „Nukleus“. Bei diesem Konstrukt gibt es zwar ebenfalls einen fremden Investor, der aber anders vorgeht als die klassischen Investoren. Der erste Unterschied ist, dass er nicht mit einem kleinen Objekt startet, die meist „zum Üben“ dienen, sondern gleich mit einem richtig großen Objekt, das den sogenannten „Nukleus“ bildet (Nucleus = Lateinisch für „Kern“). Dieses erste Akquisitionsobjekt bildet sozusagen die „Keimzelle“ und das „Zentrum“, um das sich weitere Akquisitionen dann gruppieren sollen. Bei diesem ersten Objekt handelt es sich meist um ein großes Unternehmen (um die 100 Mitarbeiter), das über eine funktionierende mehrköpfige Geschäftsleitung verfügt, ein gutes Standing am Markt hat, ein breites Portfolio bietet und eher „klassisch“ aufgestellt ist. Das Management dieses Nukleus verfolgt auch nicht das Ziel des kurzfristigen Exits, sondern bleibt dem Investor erhalten und wird auch in der darüber liegenden Holding als Teil des Managements für die gesamte (geplante) Gruppe tätig. Wenn es sich um ein mehrköpfiges Management-Team handelt, ist es aber auch durchaus möglich, dass einer der Altgesellschafter den Exit wählt, die verbleibenden Geschäftsführer aber weiter in der Holding aktiv sind.

Im nächsten Schritt werden dann weitere Objekte akquiriert, die durchaus heterogen aufgestellt sein können. Man möchte ja schnell ein breites Portfolio erreichen, so dass auch „Exoten“ als Zielobjekte in die engere Wahl kommen können. Die Akquisition und Integration der weiteren Akquiseobjekte wird nun auch von den Managern des Nukleus begleitet und nicht ausschließlich vom Investor oder dessen M&A-Beratern.

Das Besondere daran ist, dass die abgebenden Inhaber der weiteren Akquisitionen nun diverse Funktionen in dem Konstrukt übernehmen können:

  • Sie können auch im Board der übergeordneten Holding tätig werden
  • Sie können weiterhin als Geschäftsführer ihrer eigenen Firma agieren
  • Sie können den Posten eines anderen ausscheidenden Geschäftsführers übernehmen
  • Sie können eine Querschnittsfunktion über die gesamte Gruppe übernehmen, meist fachlicher-technischer Art
  • Oder sie könne auch schlicht den Exit wählen, wenn sie möchten.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es ein höchst flexibles Konzept ist, das dem Abgebenden eine Vielzahl von Möglichkeiten, je nach Alter, Liquiditätsbedarf und weiterer Lebensplanung eröffnet.

Wenn Sie daran Interesse haben, dann melden Sie sich bei uns, denn auch wir haben einen Investor an der Hand, der ein solches Konzept verfolgt.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Tipps eine paar Hinweise gegeben zu haben, wie Sie sich im M&A-Umfeld erfolgreich bewegen können. Bei weiteren Fragen oder wenn Sie Unterstützungsbedarf haben, wenden Sie sich gerne an uns.

Bis dahin wünschen wir Ihnen den Erfolg des Tüchtigen.